Mit KI arbeiten lernen

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00:00:05:

00:00:15: Bildung bewegt.

00:00:16: Der Podcast.

00:00:18: In jeder Folge erwarten euch spannende Gespräche mit Gästen aus den verschiedensten Bereichen der Bildungswelt, wir teilen beeindruckende Lebensgeschichten stellen innovative Projekte vor und zeigen wie Bildung Veränderungen bewirken kann Ob aus Unternehmen, Politik, Wirtschaft oder direkt aus dem Bildungsalltag.

00:00:38: hier kommen Menschen zu Wort die Bildung Leben und Gestalten.

00:00:42: Mein Name ist Daniela Mietke und ich freue mich auf inspirierende Gespräche mit unseren Gästen!

00:00:51: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Bildung bewegt.

00:00:55: Wenn über künstliche Intelligenz gesprochen wird hören wir häufig dieselben Empfehlungen einfach anfangen ausprobieren Erfahrungen sammeln Und grundsätzlich stimmt das, aber vielleicht greift es zu kurz.

00:01:09: Denn die entscheidende Frage ist längst nicht mehr was KI-technisch kann – Es geht darum wie Menschen lernen damit umzugehen und wie sich dadurch Zusammenarbeit, Lernen und ganze Organisation verändern.

00:01:23: Genau darüber möchte ich heute sprechen!

00:01:25: Mein Gast ist Mascha Völker.

00:01:28: Mascha ist Instructional Designerin und KI-Trainerin bei Stefan AI Solutions.

00:01:34: Sie beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie Menschen lernen.

00:01:38: Wie digitale Lernprozesse gestaltet werden können und welche Rolle Technologie und KI dabei spielen.

00:01:46: Mascha!

00:01:46: Schön dass du da bist.

00:01:48: Danke schön.

00:01:50: Erzähl einfach mal was dein Thema ist?

00:01:52: Wie du arbeitest und womit du dich beschäftigst.

00:01:55: Ja, ich arbeite genau als Instructional Designerin und KI-Trainerin bei Stefania Solutions.

00:02:01: Wir befassen uns vor allem mit Schulungen Beratung und Softwareentwicklung rund um das Thema KI Und unsere Zielgruppen sind öffentliche Verwaltungen aber eben auch die Privatwirtschaft und das Handwerk Bei denen wir also bei den Ich zumindest die Schulungsmaterialien erstelle eLearnings Entwickler Aber eben auch dann die Schulungen und die Seminare dazu halte.

00:02:22: Dankeschön Marsha, wenn wir über die Einführung von KI sprechen, schauen wir sehr schnell auf Tools und technische Möglichkeiten.

00:02:32: Du kommst aus dem Instructional Design und damit aus einer anderen Perspektive?

00:02:37: Was müssen Menschen eigentlich lernen, damit KI in einer Organisation sinnvoll genutzt werden kann?

00:02:43: Also ich sehe da einmal zwei Gruppierungen – erstmal einmal die Organisation selbst.

00:02:50: Bei der Organisation ist es wichtig, dass man einerseits die Technik auf der einen Seite hat und die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit und damit auch das Change-Management auf der anderen Seite.

00:03:02: Meine Erfahrung nach ist das Change Management die deutlich größere Hörde dafür.

00:03:07: Bei den Menschen gibt es drei Dinge, die gelernt werden müssten.

00:03:10: Das eine ist ein realistisches Bild davon was kann KI und was kann es nicht?

00:03:16: Nicht unbedingt auf diesem Niveau, was ist jetzt ein LLM oder was sind neuronale Netze.

00:03:22: Sondern auf diesen Niveaux wo kann KI tatsächlich in meiner Arbeit helfen und wo kann es mich entlasten?

00:03:27: Und wo muss ich vorsichtig sein?

00:03:30: Der zweite Punkt den viele übersehen ist das man lernen muss die eigene Arbeit beschreiben zu können.

00:03:37: Das klingt einfach als gesagt Es gibt diese Arbeitsprozesse sichtbar zu machen.

00:03:43: Das ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, weil alle Arbeitsschritte über Jahre gewachsen sind, nirgends dokumentiert sind und dann muss man anfangen klein schrittlich dieser Arbeit aufzählen zu können.

00:03:53: Und das gar nicht so einfach!

00:03:56: Das dritte ist das Werkzeugkompetenz – das was man in den meisten Schulungen auch sieht also der konkrete Umgang mit den Tools und was eben die neuesten Tools sind.

00:04:06: Bei mir ist es so, dass KI einführen bedeutet das ganze Team einmal zum Thema aktivieren zu können.

00:04:13: So dass dann alle Beteiligten mehr oder weniger begeistert dann bereit sind sich die Fähigkeiten anzueignen und die Technologie auch wirklich zu nutzen.

00:04:22: Okay!

00:04:23: Das ist schon mal ein schöner Start ins Thema finde ich sehr gut dargestellt Und man kann sich das ganz konkret auch damit vorstellen.

00:04:32: Kann man denn den Umgang mit KI überhaupt?

00:04:34: Klassisch Schulen oder müssen wir heute anders lernen?

00:04:38: Teilweise.

00:04:39: Ja, es gibt ein Grundlagen Datenschutz und der erste Umgang mit dem Tool kann man klasse schulen Und das sollte man auch damit alle einfach die gleiche Ausgangslage haben.

00:04:51: aber darüber hinaus gilt es dann, die Mitarbeitenden zu aktivieren und Impulse setzen zu können.

00:04:57: Sodass sie das auch im eigenen Arbeitsalltag anwenden können.

00:05:00: Genauso wie es in anderen Themenfeldern ist, den Transfer zu aktiviert.

00:05:05: Also dass Personen außerhalb der Lernblase selbstständig lernen, ist das Gleiche natürlich für KI wichtig!

00:05:14: Ich mache das dann in den Schulungen meistens so, dass ich kurze Wissensimpulse gebe.

00:05:18: Dass sich dann Übungen an echten Fällen aufzeige und dann feste Feedback-Runden einplanen.

00:05:24: Im Idealfall geht es dann so in der Organisation weiter.

00:05:28: Das heißt man braucht dann die Leitungen, die dann eben genau das gleiche weitermachen – die Feedbackrunden, die Übungeln.

00:05:36: Da herrscht halt ein großes Missverständnis.

00:05:39: Oft wird gedacht, eine Schulung reicht aus und danach sind die Mitarbeitenden so ein bisschen auf sich alleine gestellt.

00:05:45: Dann ist der Langzeiteffekt von der Schulung einfach weg weil wenn man es dann nicht weiterhin anwendet vergessen die Leute auch schnell was man da eigentlich gelernt hat.

00:06:05: zwei Bereitschaften oder zwei Denkweisen begegnen mir immer wieder in den Schulungen.

00:06:10: Die erste ist, wir können KI wegen Datenschutz nicht einsetzen.

00:06:15: Das ist so pauschal gesagt falsch.

00:06:18: KI ist nicht unbedingt ein Datenschussverstoß.

00:06:21: natürlich kann es einer sein aber es gibt auch Wege KI rechtssicher einzusetzen.

00:06:26: die muss man dann kennen sauber aufsetzen und die Mitarbeitenden dementsprechend dann auch schulen.

00:06:34: Die zweite Denkweise, die das Ganze so ein bisschen schwierig macht und was ich auch in den Schulungen mitbekomme ist dann so ein bischen ja die anderen machen das schon.

00:06:43: Und das wird interessant weil diese Erwartung dann in beide Richtungen geht.

00:06:47: einerseits gibt es diese Mitarbeitenden die sich wünschen dass KI die Arbeit ihnen abnimmt erwarten aber im Gegenzug dass die Leitungen das organisieren.

00:06:57: Die leitungen können das gar nicht von alleine organisieren denn ihnen fehlt der Einblick.

00:07:03: So ein Beispiel, was ich da gerne gebe ist die Bearbeitung von Reisekosten.

00:07:08: Wenn wir daraus einen spezifischen Prozess über Jahre geformt haben und die Mitarbeiterinnen, die dafür zuständig waren jetzt in Rente geht dann kommt eine neue Person errichtet das Ganze nochmal anders ein und nur diese Person weiß dann wie man Reisekosten bearbeitet.

00:07:26: Wenn wir jetzt sagen, dass die Leitung diesen Prozess einfach aufmalen soll kann sie das ja gar nicht weil Sie gar nicht die einzelnen Schritte dafür kennt.

00:07:35: Das bedeutet um KI einsetzen zu können braucht es diese Zusammenarbeit von verschiedenen Abteilungen und verschiedenen Hierarchie-Ebenen damit eben Prozesse gut aufgemalt werden können und dann an den benötigten Stellen KI eingesetzt werden kann.

00:07:52: Wir gehen nachher gerne auch noch mal auf so ein bildungsrelevantes Thema ein.

00:07:57: Ich würde aber gerne nochmal mit dem Staat beginnen, viele Unternehmen stellen ja am Anfang eine ganz pragmatische Frage was können wir mit der KI schneller und effizienter machen?

00:08:10: Ist das vielleicht zu kurz gedacht?

00:08:13: Also grundsätzlich ist daran erstmal nichts falsch Vorausgesetzt, man kennt und versteht die Prozesse wirklich.

00:08:20: Und auch da liegt dann das Problem an dem Beispiel.

00:08:24: eben haben wir gesehen dass die Leitungen oft wenig Einblick haben in die tatsächlichen Arbeitsschritte im Bildungsbereich wäre es dann vielleicht so dass die leitungen wenig Einblicke haben in Die vorgänge wie die Lehrkräfte vielleicht die Schulungen oder den Unterricht planen?

00:08:40: und Wenn Man Dann So ein top down Ansatz hat also Dass die leitung in Etwas vorgeben hat das zwei Probleme.

00:08:48: Das eine ist, dass wir entweder einen Prozess haben den es so gar nicht gibt.

00:08:53: Wir entwickeln eine Lösung für ein Problem was eigentlich ganz anders ist und das zweite ist, manche Mitarbeiter oder Lehrkräfte sich dann übergangen fühlen weil die Entscheidung ja über sie hinaus getroffen wird.

00:09:06: für Sie Im Idealfall sind's drei Schritte wie man vorgehen würde.

00:09:12: Das erste wäre, dass die Leitungen gemeinsam mit den Mitarbeitenden dokumentieren, welche Arbeitsschritte es genau gibt und der Prozess wird dann damit aufgemalt.

00:09:24: Der zweite Schritt ist dann wirtschaftlicher Natur.

00:09:27: Man rechnet die Kosten des Prozesses aus also wie häufig kommt der Prozess vor?

00:09:33: Wie lange dauert er und was ist der Stunden Satz?

00:09:37: Und im dritten Schritt vergleicht man das dann.

00:09:39: Ist der Prozes günstiger Wenn man ihn menschlich erledigt oder ist er günstiger, wenn man ihn mit einer KI erledigte.

00:09:47: Und so findet man dann heraus ob KI sich überhaupt in diesem Prozess lohnt denn auch da.

00:09:54: KI lohnt sich nicht immer.

00:09:56: Sehr interessant also mit dem was du so darstellst fängt mein Kopf an sich den Alltag hier in der SBB auch gleich vorzustellen.

00:10:04: bei uns es ja so das Führungskräfte auch in den Unterricht gehen, also jetzt gar nicht so weit weg davon entfernt sind.

00:10:13: Das ist mein erster Gedanke.

00:10:14: und der zweite ist natürlich wie kommt man zu einem gemeinsamen Prozess entwickeln?

00:10:20: Ja vielen Dank eine sehr interessante Perspektive.

00:10:24: Dann nochmal nachgefragt was verändert KI jenseits einzelne Aufgaben beispielsweise bei der Zusammenarbeit, der Kommunikation oder bei Entscheidungsprozessen?

00:10:36: Also ich denke, in der Zusammenarbeit zeigt nochmal auf wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen ist.

00:10:43: KI entwickelt sich exponentiell das heißt man muss enger zusammenarbeiten damit man diese Entwicklung auch standhält und das hat man schon im ersten Schritt in der Digitalisierung gesehen wie eng Abteilung einfach miteinander verwoben sind.

00:10:59: KI verstärkt das Ganze.

00:11:02: wenn nicht jetzt KI zum Beispiel Marketingprozessen in der Bildung einsetzen möchte, dann kann ich das gar nicht ohne die Personen aus dem Datenschutz, aus der AIT.

00:11:12: Ohne die Leitungen oder die Personalabteilung und wenn wir da noch ein Betriebsrat haben, braucht es den natürlich auch.

00:11:18: Verändert KI möglicherweise auch unsere Vorstellung davon was gute Arbeit ausmacht?

00:11:24: Ich denke schon... Also gute Arbeit war lange Zeit stark daran gekoppelt, ob ich ein Ergebnis selbst erstellt habe und wie ich das dann präsentieren konnte.

00:11:35: Ich hab den Text selbst geschrieben, ich hab das alles selber ausgewertet und ich hab eine Präsentation entwickelt.

00:11:41: Ich habe das Gefühl, dass verschiebt sich gerade in die Richtung Verantwortung für einen Ergebnis tragen zu können.

00:11:48: Ein Text schreiben, auswerten lassen und eine Präsentation erstellen.

00:11:51: kann ich mittlerweile alles mit KI machen?

00:11:54: Die Frage ist also hab ich das richtige Auftrag gegeben, habe die Ergebnisse geprüft was da rausgekommen ist und trage ich eigentlich Verantwortung dafür.

00:12:05: Was dabei heraus gekommen ist Und ich glaube dass es eine neue Kompetenz Die sich da entwickelt was auch so ne Führungskraftkompetenz ist und Ich glaube darüber müssen dann Organisationen auch sprechen weil sonst entsteht einfach das Gefühl weniger zu leisten obwohl Eigentlich das Gegenteil der Fall ist

00:12:26: Auch wieder sehr spannend.

00:12:27: Nehmen wir eine Organisation, die sagt Wir wollen KI sinnvoll einsetzen aber nicht einfach wahllos Tools ausprobieren?

00:12:36: Was braucht es für einen guten Einstieg?

00:12:39: Ich würde zunächst versuchen Lernfahrt zu entwickeln.

00:12:43: da arbeite ich gerne mit dem Konzept des Action Mappings von Cassie Moore.

00:12:48: Da geht es darum dass man erstmal ein Business Ziel aufsetzt.

00:12:52: also was soll eigentlich erreicht werden?

00:12:55: ist es vielleicht, dass man irgendwie Umsatz steigert.

00:12:57: Ist es vielleicht die Zufriedenheitsrate der Lernenden zu erhöhen?

00:13:02: Man setzt dieses Ziel dann in die Mitte und schreibt drumherum was die Mitarbeitenden eigentlich überhaupt machen müssen damit dieses Ziel erreicht wird.

00:13:13: Auf dem, was die Mitarbeiter machen müssen werden Übungen dafür entwickelt für die Mitarbeiter.

00:13:19: Einerseits kann es sein wenn wir jetzt das Ziel haben Die Vorbereitungszeit für die Lehrkräfte gekürzt werden soll, das zum Beispiel ein Ziel was sehr gut mit KI erfüllt werden kann.

00:13:29: Heißt es im Umkehrschluss wir müssen ja die Lehrkraft in dem Thema Schulen wie man mit KI richtig einsetzt recht sicher aber eben auch dass sie die Tools kennen lernen.

00:13:40: Man würde dann zusammen mit dem Instructional Designer schauen welche Tools passenden dazu zu dem was die Mitarbeitenden machen müssen Und dann wird man darauf basierend Schulungsmaterialien entwickeln.

00:13:53: Das kann entweder eine klassische Schulung sein, aber auch sein dass man ein E-Learning hat oder eben eine kleine Gruppe formt wo sich die Mitarbeitenden unter der Leitung in dem Tool ausprobieren können.

00:14:08: Du sprichst immer sehr in solchen hierarchischen Ebenen also du getonst auf die Leitung und was sie auch mit befördern soll.

00:14:16: Du hast aber auch gleichzeitig gesagt, dass so ein

00:14:19: Top-Down-Prozess

00:14:21: nicht so sinnvoll und hilfreich ist.

00:14:24: Nun arbeiten wir hier ja in einem, sagen wir mal Hierarchiearmen unternehmen.

00:14:29: also natürlich gibt es Leitung und es gibt auch Verantwortungsbereiche.

00:14:33: Aber wie würdest du Star ausdrücken?

00:14:36: Ich glaube das dann eben diese.

00:14:39: Also wenn es Hierarchiearme Strukturen sind, dass das dann einfach abteilungsübergreifend laufen muss.

00:14:46: Das heißt jetzt Beispiel Lehrkräfte arbeiten sich in etwas ein?

00:14:49: Dann gibt es vielleicht eine Person die für die Verwaltung zuständig ist.

00:14:54: Die Aufgabe der Verwaltung sollte es dann sein, die Prozesse zu dokumentieren, zu schauen welche Lehrkräften vielleicht arbeiten bereits ganz gut damit, dass wir diese als Multiplikatoren nutzen können Für andere Lehrkräftel, dass sie sich da ein Beispiel nehmen können, wie man KI einsetzen kann.

00:15:11: Aber dann eben auch wenn wir in die Verwaltung kommen vielleicht wie kann zum Beispiel die IT oder der Datenschutz KI so bereitstellen dass man es eben beispielsweise recht sicher einsetzen Kann.

00:15:26: Bildungseinrichtungen haben ja besondere Aufgaben einerseits selbst, die KI sinnvoll einsetzen.

00:15:34: Aber gleichzeitig Menschen auf eine Arbeitswelt vorbereiten in der KI zunehmend selbstverständlich sein

00:15:40: wird.".

00:15:42: Was hat das zur Folge?

00:15:44: Ich denke dass es wichtig ist, dass KI ein Bestandteil im Korikulum sein muss Sowohl für die Lernenden, also für die Personen, die dann mit den Lehrkräften zusammenarbeiten.

00:15:55: Beispielsweise jetzt hier bei der SBB vielleicht wie kann ich KI beim Bewerben auf Stellen einsetzen?

00:16:01: Aber eben es sollte auch ein Bestandteil im Kochikolum als Lernziel der Lehrkräfte sein.

00:16:07: Das heißt wir nutzen wir als Lehrkräftekai, damit wir eben dann auch unsere Lernden dazu bewegen können das auch zu nutzen.

00:16:16: Und da ist es dann wichtig, dass man eben nicht die Lehrkräfte übersieht sondern für die dann auch Lernziele entwickelt wie sie KI sicher einsetzen können.

00:16:25: Das kann man dann eben beispielsweise mit dem Action Mapping ganz gut machen.

00:16:30: Ja wenn Wissen immer schneller verfügbar ist und KI viele fachliche Aufgaben unterstützen kann welche Kompetenzen werden dann wichtiger?

00:16:41: Ich habe mir drei aufgeschrieben.

00:16:43: das eine ist Kreativität.

00:16:46: Also wie mache ich die Mitarbeitenden oder die Personen kreativer?

00:16:50: Wie schaffe ich Räume, wo Ideen überhaupt erst entstehen können.

00:16:55: Oft kriege ich das in meinen Schulungen mit, dass wenn ich dann nach Beispiel infrage und nach Arbeitsprozessen oder Ideen, dann fehlt es oft an dem vielleicht auch weil einfach zuvor nicht der Raum geschaffen wurde, dass man eben kreativ denken kann und sich ausprobieren kann.

00:17:12: Das zweite ist die Umsetzungskompetenz.

00:17:14: Also wie entwickeln wir diese Ideen schneller, welche Abteilungen müssen einbezogen werden damit so eine Idee überhaupt umgesetzt werden kann?

00:17:24: Und der dritte Punkt ist die Kommunikationsfähigkeit.

00:17:27: also wie reflektieren wir uns, wie hören wir besser zu und wie stellen wir die richtigen Fragen?

00:17:33: Ich greife jetzt noch mal auf.

00:17:34: Du hast ja gerade betont, dass gutes Fragen total wichtig ist.

00:17:38: Ich nehme dann auch die Begriffe Urteilsfähigkeit und kritisches Denken dazu.

00:17:43: Das sind ja quasi Kompetenzen und Fähigkeiten, die ein Selbstverständnis

00:17:49: brauchen.

00:17:50: Dass Menschen sagen, meine Kritik ist richtig und wichtig.

00:17:54: Also es geht um bisschen so, um die Befähigung das zuzulassen oder?

00:17:59: Ja,

00:18:00: auch!

00:18:01: Also ich glaube, man muss einerseits auf die Ausgangslage schauen wie war es vorher.

00:18:06: Das ist natürlich dann bei jedem Bildungsinstitut anders.

00:18:12: und dann glaube ich kann man auch mit KI-Übungen erstellen dass man schaut das selbstkritisch gearbeitet wird also einerseits dass man weiß zum Beispiel oder dass man den Lernenden beibringt dass KI ja selber auch hallucinieren kann.

00:18:28: Und wie geht man dann mit diesen Halluzinationen um?

00:18:31: Und dann glaube ich, kann man daraus Übungen machen.

00:18:34: Wie man die Mitarbeitenden dann auch befähigt selbst kritisch zu werden weil sie sehen dann einen Text.

00:18:38: Sie müssen dann selber ihr eigenes Fachwissen aufwenden um überprüfen zu können ob das Ergebnis überhaupt stimmt was da gesagt wird.

00:18:46: also Ich glaube mit KI kann man Übung darauf aufbauen und dann halt eben einen Lernraum schaffen, wo sich die Mitarbeitenden zu dem Thema ausprobieren können.

00:18:57: Und so dann auch das Selbstbewusstsein stärken?

00:19:00: Ja genau!

00:19:01: Das ist nochmal der Bogen den ich auch im Sinn hatte.

00:19:04: Dankeschön Als Instructional Designerin beschäftigst du dich damit wie Lernen gestaltet werden muss, damit es tatsächlich etwas verändert.

00:19:14: Was bedeutet KI für unsere bisherigen Lernformate?

00:19:19: Ich glaube, dass es sich ändert von klassischen Schulungskatalogen die man zuvor hatte.

00:19:25: Zu individuellen Lernfaden die entwickelt werden.

00:19:30: Das hat natürlich einerseits ein großes Potenzial weil dadurch die Person Personalisierter lernen können.

00:19:37: auf der anderen Seite ist das natürlich eine Hürde weil das bedeutet es müssen ja Lernlösungen entwickelt werden mit KI.

00:19:43: Im Umkehrschluss müssen Menschen zum Thema KI gebildet werden, um das überhaupt einsetzen zu können.

00:19:50: Also es hat einerseits die Chance personalisierter zu werden und damit eben auch vielversprechender im Lernen zu werden.

00:19:57: auf der anderen Seite stellt dass natürlich die Personen, die hinter dem Lernen stehen vor große Hürden.

00:20:02: Ja wir hatten Thema Führung und Führungskräfte oder Verantwortungsbereich ja jetzt schon Ein paar Mal mit erwähnt.

00:20:10: Welche Rolle haben Führungskräfte in diesem Veränderungsprozess?

00:20:14: Vielleicht kannst du es noch mal zusammenfassen.

00:20:17: Ich glaube, einerseits ist es die Mitarbeitenden zu bewegen oder zu ermutigen sich darin auszuprobieren und dazu dann eben auch den Raum dafür schaffen zu können.

00:20:29: Das bedeutet aber auch dass man da natürlich ... Budget bereitstellen muss, Zeit bereit stellen muss.

00:20:35: Dass die Mitarbeitenden diese Möglichkeiten dafür haben und dann eben auch bereit sein muss zusammenzutragen.

00:20:42: was sind die Ergebnisse so wie man vielleicht ein Projekt leiten würde?

00:20:47: Und dann zu schauen wo können wir KI weiterhin sinnvoll einsetzen?

00:20:51: und wohl lohnt es sich vielleicht nicht.

00:20:54: Das heißt die Führungskräfte müssen nicht immer alles wissen aber auch nicht alle Antworten parat haben sondern eben Orientierung geben.

00:21:02: Genau, also ich glaube wir haben ja schon vorhin davon gesprochen dass bei KI auch darum geht dann selbstständiger zu arbeiten und sich ausprobieren zu können.

00:21:11: Das heißt eine Leitungskraft muss es jetzt gar nicht alles wissen sondern eben versuchen die richtigen Fragen zu stellen und dann eben auch diesen Raum dafür geben das man sich da ausprobiert darf.

00:21:23: Ja nochmal eine Metaebene.

00:21:26: du bist ja jetzt mit unterschiedlichen Unternehmen befasst und bist unterwegs, schulst und sprichst.

00:21:34: Wie nimmst du es wahr?

00:21:35: Wie stehen wir ... Also via ist jetzt ein bisschen platt aber was kann man sagen?

00:21:40: wie weit sind die Unternehmen in der Nutzung von KI?

00:21:45: also ich habe ja gesagt bei mir sind die Zielgruppen aktuell öffentliche Verwaltung Handwerk und auch Privatwirtschaft.

00:21:53: Wir sehen das in der Privat Wirtschaft einfach vielleicht auch mehr Budgeter ist, sich dann schneller auszuprobieren und Dinge einfach schneller umsetzen zu können.

00:22:02: In der öffentlichen Verwaltung gibt es einfach viele Abteilungen die mit einbezogen werden können und dadurch braucht er prozess etwas länger.

00:22:11: Beim Handwerk ist das so dass KI vorerst noch nicht oder in nur ganz seltenen Fällen richtig im Handwerk vor Ort eingesetzt werden kann.

00:22:21: Das heißt, da beschränkt sich KI erst mal auf die Verwaltungsaufgaben und dort ist es dann nochmal eben in eine ganz andere Ebene.

00:22:31: Ich komme jetzt zu unserem Gedankenexperiment.

00:22:34: zum Abschluss!

00:22:37: Wir springen drei Jahre nach vorne.

00:22:40: KI ist in vielen Arbeitsprozessen selbstverständlich geworden und wir sprechen gar nicht mehr ständig darüber.

00:22:46: Woran würden Sie erkennen, dass eine Organisation den Umgang mit KI wirklich gut gelernt hat?

00:22:53: Ich glaube einerseits das KI nicht nur auf die generative KI beruht also

00:23:00: d.h.,

00:23:00: dass man jetzt vielleicht mit ChatGPT Cloud oder einem Open Source Modell inhaltet jetzt Texte generieren kann, sondern dass man eben eine Ebene darüber hinausgewachsen ist und gesagt hat okay wir können KI im Prozess einbauen.

00:23:16: Wir haben vielleicht einen Prozess wo KI richtig dort eingebaut ist das heißt vielleicht dass es Anmeldungen schneller macht weil es Anmeldeformulare filtern kann Und da dann eben so gesehen einen Schritt weitergekommen sind in der Digitalisierung.

00:23:32: KI ist ein Teil der Digitalisierung, das steht nicht für sich sondern ist damit drin fest verwoben und damit würde ich sagen dass man so gesehen den nächsten Schritt der Digitalisation gegangen ist und darüber hinaus gewachsen ist einfach nur Tools anwenden zu können sondern eben das auch in einem Prozess integriert hat.

00:23:52: Alles klar!

00:23:54: Ist noch ein Punkt wichtig, den wir jetzt nicht besprochen haben.

00:23:56: Den du jetzt gerne nochmal sagen möchtest?

00:23:59: Also ich würde gerne sagen in die Personen, die zuhören das eben wichtig ist sich auszuprobieren.

00:24:05: KI ist nicht gleich einen Datenschutzverstoß man kann sich dort austesten vor allem wenn es Informationen sind die öffentlich verfügbar sind also für die Lehrkräfte.

00:24:14: wenn man jetzt sich ein neues Thema einarbeitet kann man KI super dafür nutzen Und für die Leitungen dann eben, dass es einfach super wichtig ist Räume zu schaffen.

00:24:24: Für die Mitarbeitenden um sich ausprobieren zu können und mit den Räumen bedeutet das eben auch, dass die Zeit dafür gegeben wird sich in das Thema einarbeiten zu dürfen.

00:24:35: Vielen herzlichen Dank, Masha.

00:24:37: Für das Gespräch für deine Zeit und deine fachlichen Impulse!

00:24:41: Ich finde deine Perspektive als Instructional Designerin auf die Verbindung von Lernen-, Veränderung- und künstlicher Intelligenz ausgesprochen spannend gerade weil uns diese Themen in der Bildungsarbeit und auch in der Arbeitswelt noch intensiv beschäftigen werden.

00:24:57: Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen und deine Expertise heute mit uns geteilt hast.

00:25:03: Und bei Bildung bewegt zu Gast was.

00:25:06: Vielen Dank!

00:25:07: Und an alle die uns zu hören vielen dank fürs dabei sein bleibt neugierig lebt offen für neue Perspektiven und bis zur nächsten Folge von Bildung Bewegt.

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